Geologische Störzone

12. Der Standort befindet sich in einer geologischen Störzone, ein sicherer Schutz des Grundwassers ist dadurch eventuell nicht sichergestellt. Welche Schutzvorkehrungen werden hierzu getroffen?

Der Gesteinsabbau befindet sich in einem geologisch bzw. hydrogeologisch anspruchsvollen Gebiet. Der Standort ist als Wasserschutzgebiet, Zone IIIA ausgewiesen. Unter Beachtung der Vorgaben des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) und in Abstimmung mit dem Wasserversorger, der Ammertal-Schönbuchgruppe (ASG) wurde der beantragte Gesteinsabbau den geologischen Gegebenheiten und den Erfordernissen eines bestmöglichen Grundwasserschutzes angepasst. Der Neubau des Schotterwerks befindet sich deutlich oberhalb der Grundwasseroberfläche und auch deutlich oberhalb der Haßmersheimer Schichten, die auf Grund ihrer dichten Ausbildung als Schutz für tiefere Grundwasservorkommen fungieren.
Die Abdichtung der Betriebsfläche durch einen Schwarzbelag und eine geordnete Entwässerung schützen den Untergrund zusätzlich vor möglichen Einträgen. Die Höhenlage der neuen Aufbereitungsanlage wurde angehoben, um den Erfahrungen aus einem Überflutungsereignis im Jahr 2019 Rechnung zu tragen. Zudem ist im Untergrund der neuen Betriebsfläche eine zusätzliche Sicherheitsdrainage vorgesehen. Diese soll im seltenen Ereignisfall ansteigendes Grundwasser direkt ableiten, ehe es die Geländeoberfläche erreichen kann.