BI Steinbruch Teil 10

18. Teilweise erhöhen sich die Lärmemissionswerte an einzelnen Immissionsorten (IO) gegenüber früheren Berechnungen auf die auch in den Gutachten der DEKRA Bezug genommen wird. Warum ist dies trotz Neubau und neuer Technik der Fall?

Auf Nachfrage bei der BI handelt es sich bei den früheren Berechnungen um die Lärmansätze aus dem Bebauungsplanverfahren. Ein Vergleich von Lärmdaten aus diesem Verfahren mit den Verfahren Schotterwerk oder Steinbrucherweiterung ist auf Grund von unterschiedlichen Ansätzen (B-Plan: Lärmkontingentierung, Genehmigungsverfahren: TA Lärm) nicht möglich.
Bei der Lärmkontingentierung werden die Flächen der Firmen einem gutachterlich festgelegten Lärmaufkommen (Emissionskontingente) zugewiesen. Daraus ergeben sich für die maßgeblichen Immissionsorte Immissionskontingente. Eine solche Vorgehensweise ist im Rahmen eines B-Planverfahrens möglich. Da für die Plapphalde kein gültiger B-Plan vorliegt, erfolgt die Beurteilung des Lärmaufkommens nach TA Lärm.
Als Beurteilungsgrundlage gilt hier der gesamte Lärm aller relevanten Emissionsquellen an den maßgeblichen Immissionsorten, ohne Unterscheidung oder Zuweisung hinsichtlich der einzelnen Verursacher. Es liegt deshalb keine Vergleichbarkeit von einzuhaltenden Emissionskontingenten oder ausgewiesenen Immissionskontingenten und prognostizierten Beurteilungspegeln nach TA Lärm vor.