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Digitale Verwaltung

Durchgängige digitale Verwaltungsprozesse brauchen Serviceorientierung in der IT, sichere Infrastrukturen und müssen für die Bürgerinnen und Bürger leicht nutzbar und verständlich sein

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Wenn uns Corona uns eins gezeigt hat, dann dass auch unsere Verwaltung digitaler werden muss. Ich kann das natürlich nur aus "Kunden"-Sicht beurteilen, aber schon da gibt es erheblichen Bedarf. So war es schon im Herbst unmöglich, über das Terminformular der Stadt Böblingen einen Termin im Bürgerbüro zu bekommen für eine dringliche Angelegenheit. Jetzt, mit geschlossenem Bürgerbüro werden nur Aufgaben mit Dringlichkeit für einen persönlichen Termin erfüllt. Dinge wie der Kirchenaustritt fallen nicht darunter.
Was wir daraus lernen können: Wenn wir über soziale Netzwerke und Webseiten reden, bemängeln wir immer, dass diese unsere persönlichen Daten nicht genügend schützen. Wenn es allerdings um das Verhältnis von Bürger:in zu Staat geht, scheinen meine Daten der Verwaltung zu gehören und eine Einsicht, Änderung oder Bearbeitung meiner Anliegen ist Bittstellerei, bei der ich mich nach der Verwaltung zu richten habe. Man könnte fast glauben, meine persönlichen Daten gehören dem Staat und er stellt sie mir nur zur Verfügung.
Bei allen Sicherheitsfragen bedeutet ein digitaler Zugang zur Verwaltung auch eine Emanzipation des Bürgers, hier sollte die Verwaltung mit gutem Beispiel voran gehen, sich von alten Obrigkeits-Vorstellungen verabschieden und sich auch durch die Digitalisierung stärker als Dienstleister verstehen.

Grundsätzlich ist eine digitale Strategie in allen Bereichen schlicht und ergreifend ein Muss!
Andere Länder wie Dänemark, Schweden, Norwegen und die baltischen Staaten sind hier schon Lichtjahre weiter.
Die fehlende Digitalisierung merken wir vor allem bei der schleppenden Corona-Nachverfolgung und Weitermeldung von Daten durch die Gesundheitsämter an das RKI
Was allerdings schwer nachvollziehbar ist, es scheint, dass der Kreis Böblingen hier – obwohl gut gemeint – offensichtlich eine eigene Strategie fährt. Es wäre sicherlich hilfreicher sich zumindest auf Landesebene abzustimmen, um zum einen gute Ideen zu konsolidieren, von bereits existierenden Lösungen zu lernen bzw. diese zu übernehmen und vor allem wichtige und teure Ressourcen zu sparen bzw. sie sinnvoll auf diese wichtige und dringliche Aufgabe zu konzentrieren.

Sicherlich der einfachste Teil...man muss nur sehen was andere machen. Grundsätzlich können alle Vorgänge digitalisiert und nur absolute Präsenzvorgänge noch persönlich gemacht werden. Diese wiederum bedingen einen entsprechende Vorbereitung, die auch digital vorab schon erledigt werden kann.
Wie bei vielen Themen ist hier ein entsprechender Datenschutz obligatorisch aber auch ein deutlicher Abbau von Bürokratie (Antrag in x-facher Ausfertigung etc.)

Wenn vielleicht in gefühlt ein paar Jahrzehnten die Verwaltungsprozesse durchgängig digital sein werden, wäre das gesamte Dienstleistungsangebot der verschiedenen Verwaltungsebenen über EINE zentrale App ein Akt der Serviceorientierung, zumindest für Menschen, die ein Smartphone benutzen. Egal ob Autoanmeldung, Beantragung eines neuen Personalausweises, Anforderung von Briefwahlunterlagen, Meldung von wildem Müll, Wortmeldung im Livestream des Gemeinde- und/oder Kreistags, aktuelle News des Kreises und der Gemeinden für Nicht-AmtsblattleserInnen, wenn dies und noch mehr über eine funktionelle und verständliche App unter Wahrung der Datensicherheit laufen würde, das wäre mal etwas bahnbrechendes!