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Offenland

Die Offenlandflächen nehmen im Landkreis Böblingen einen Anteil von rund 40 % ein.

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Wald

Waldweide mit Rind

Im Landkreis Böblingen gibt es einen Anteil von rund 35 % Wald. Besonders der Schönbuch stellt einen großen Teil dieser Flächen.

Der Wald ist als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und als Erholungsraum für uns Menschen von großer Bedeutung. Daher ist es wichtig den Wald und alle Lebewesen in ihm zu schützen und gleichzeitig auf sensible Art Nutzen aus dem Wald zu ziehen. Wie geschehen bei dem gelungenen Beispiel der Beweidung mit Galloway-Rindern im Schönbuch bei Herrenberg (siehe Foto).

Solche Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Sie verknüpfen gleichzeitig Waldwirtschaft, Naturschutz und Landwirtschaft.

Bitte nennen Sie uns Ihre Ideen für Maßnahmen und Ziele zur Stärkung der Biodiversität im Wald!

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Randbereiche von Waldwegen: Großzügig lichte Lebensräume erhalten und schaffen. Mulchen möglichst spät im Jahr. Blößen belassen für natürliche Entwicklung. Erholungsfunktion und Naturschutzfunktion verbinden durch Offenheit und Vielfalt.

Die Eiche ist die Charakterbaumart im LK BB. Die historische Nutzung von Waldweiden bzw. Mittelwäldern findet man fast im ganzen LK. Derzeit gibt es zwei Waldweiden im LK. Diese Art der Bewirtschaftung fördert die Biodiversität (!) und bietet weitere Vorteile.
Mithilfe der kommunalen Waldbesitzer und der Forstverwaltung die Anzahl der Waldweiden weiterentwickeln, also Streuobst-Paradies UND Waldweidelandkreis Böblingen!
A.K.

Schaffung weiterer Lichtwälder mit Beweidung wie die Neuweiler Viehweide und die Galloway-Koppel bei Mönchberg.

Gezielte Pflege artenreicher Waldgebiete mit Türkenbundvorkommen, Rotem Waldvögelein und anderen seltenen Arten (z.B. Hochberg zwischen Ehningen und Aidlingen). Offenhaltung durch Entnahme zu dicht stehender Bäume und Vermeidung von Verbuschung.

Bereitstellung von Mitteln für die Forstverwaltung für die Pflege von Flächenhaften Naturdenkmalen wie in den Verordnungen angegeben. Das ist in den meisten Fällen in den letzten Jahrzehnten unterblieben.

Anlegen von Waldrand-Pufferzonen zu angrenzenden Ackerflächen von ca. 10 m Breite. Pflege dieser Flächen als Übergangs-Biotope als einmähdige Wiesen- und Heckenflächen zwischen Wald und Offenland. Diese Flächen sind oft Hot-Spots der Artenvielfalt bzw. können sich bei Neuanlage als solche entwickeln. Ebenso können sie als Biotop-Verbund-Korridore funktionieren.
Beispiel: Ackerränder im Norden des Hofguts Mauren zwischen Ehningen und Holzgerlingen.

Fichtenwälder sind für unsere klimatischen Bedingungen und die Wetterextreme, die wir mit dem Klimawandel zu erwarten haben, nicht geeignet und nicht natürlich. Städtische Wälder sollten so früh wie möglich zu natürlichen Misch- oder Buchenwäldern entwickelt werden. Viele Wälder sind im Privatbesitz und es wäre schön, wenn private Besitzer bei der Umgestaltung zu einem nachhaltigeren Wald gezielt informiert und unterstützt werden und möglichst auch finanzielle Förderungen und Anreize erhalten.

Kahlschläge von ganzen Forstabschnitten vermeiden, stattdessen einzelne Bäume herausnehmen und den Wald nur schonend bearbeiten (keine schweren Maschinen, da sie den Boden aufgraben und damit das Bodenleben zerstören).

Wo möglich, den Wald als Bannwald belassen und ihn sich selbst regenerieren lassen.

Wege im Wald werden zu häufig befahren. Besonders im Frühjahr wenn die Flächenlose geholt werden, und gleichzeitig die Amphibienwanderung beginnt gibt es viele Konflikte.
Die einstigen Offenlandtiere, Amphibien, haben sich in den Wald zurück gezogen. Wenn die vielen Leute mit PKW und Anhänger ihre Flächenlose selber aus dem Wald holen, werden die Wege stark verfahren. In Regenpfützen und unter Wurzeln übertagen Amphibien. Das ganze Jahr fahren Fahrradfahrer quer durch den Wald und schrecken das Wild auf. Viele Jäger haben das mühselige Ansitzen aufgegeben und fahren ihre Strecken durch den Wald.

Größere Kahlschläge an geeigneten Stellen im Wald zulassen zur Förderung der vom Aussterben bedrohten Lichtwaldarten, z.B. bestimmten Schmetterlingen.
Bei Aufforstungen im Wald heimische angepasste Baumarten verwenden.
Keine Baumpflanzungen oder Aufforstungen im Offenland, da die Waldfläche hierzulande zunimmt, das nicht intensiv bewirtschaftete Offenland dagegen immer seltener wird.