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Mobilität

Der öffentliche Nahverkehr soll innerstädtisch und auf Kurzstrecken kostengünstiger werden. Dadurch sollen vor allem einkommensschwache Personen entlastet werden und die individuellen Teilhabe- und Verwirklichungschancen erhöht werden. Die Barrierefreiheit soll weiter ausgebaut werden.

Kommentare

Hallo,
Menschen in der Grundsicherung haben sehr wenig Geld und werden dann mit der Zeit immer unmobiler. Selbst ein Ehrenamt auszuführen gestaltet sich schwierig, da es eventuell mit Fahrtkosten verbunden ist.

Doch solche Menschen können sehr wohl auch nützlich sein für die Gesellschaft.

Deshalb fordere ich kein Umsonst-ÖPNV, doch bezahlbar für die Menschen in Grundsicherung. Gerne auch eine Monatskarte, die erst ab 9 Uhr gilt, damit die Busse und Bahne in der Rush Hour nicht zu voll werden. Ich kann mir eine Monatskarte im VVS für 20-30€ vorstellen.
Für Rentner, die über 65 sind gibt es ja schon so was ähliches für 40€ monatlich.

Freundliche Grüße
Ralf Schindler
Weissach

Der ÖPNV - insbes. das VVS-System - ist eines der teuersten Nahverkehrssysteme der ganzen Republik. Mit einem Sozialticket für niedrige Einkommensbezieher wäre hier ein wirksamer Beitrag zur Deckung des Grundbedürfnisses auf Mobilität geleistet. Dieses Thema muß auch zukünfitg wieder auf die Agenda der Kreispolitik.

Anders als Ralf Schindler in seinem Kommentar vorschlägt, sollte ein Sozial-Ticket, den ganzen Tag gelten und nicht erst ab 9:00. Ja, Busse und S-Bahnen sind in der morgendlichen Rush-Hour überfüllt. Aber das weiß jeder Bus- und Bahnbenutzer und wenn es nicht unbedingt notwendig ist, wird jeder Benutzer sowieso von selber später fahren.
Wenn es aber eine Notwendigkeit für eine Fahrt vor 9:00 gibt, dann soll sie auch möglich sein. Ein Ab-9:00-Ticket ist ein reines Freizeit-Ticket. Das mag für einige Hartz-IV-Empfänger gut genug sein, aber nicht für alle. Es gibt z.B. Aufstocker (Der Lohn ist so niedrig, dass noch zusätzlich Hartz-IV gezahlt wird) und noch Arbeitslose, die z.B. zu einem Vorstellungsgespräch müssen - auch vor 9:00 Uhr.

Übrigens: Das VVS-Senioren-Ticket gilt ganztägig! Das ist nicht eingeschränkt auf nach 9:00. Denn nach ein oder zwei Mal Benutzung haben (die bisher Auto fahrenden Senioren) gelernt, dass morgens Busse und S-Bahnen überfüllt sind und fahren von selber später, wenn es sich einrichten lässt. Und wenn man einen wichtigen Grund hat, in der morgendlichen Rush-Hour zu fahren, dann nimmt man eben die überfüllten Nahverkehrsmittel in Kauf.

Daniela,

in Ihrem Kommentar fragen Sie "wie nützt mir der Nahverkehr um zum Wertstoffhof zu kommen ?"
Was meinen Sie mit Ihrer Frage? Der Nahverkehr bringt Sie zum Wertstoffhof. Wäre es nicht gut, der Bus dorthin wäre preiswerter? Ich muss (Stadtverkehr in Böblingen) zum böblinger ZOB fahren und dort in einen anderen Bus umsteigen. Entweder mit einer kurzen Wartezeit am ZOB, aber dafür noch einem längeren Fußweg zum Wertstoffhof oder mit einer längeren Wartezeit am ZOB und einem kürzeren Fußweg. Wäre es nicht wünschenswert, die Verbindung wäre besser? Im Übrigen: Über den ZOB zum Wertstoffhof zu fahren ist bei meinem Startort ein ziemlicher Umweg. Wäre es nicht wünschenswert, es gäbe mehr Verbindungen als nur die auf den ZOB ausgerichteten?
Oder wohnen Sie in einer der Städte des Landkreises, die noch schlechtere Busverbindungen haben? Oder hat Ihre Stadt den Wertstoffhof nach außerhalb verlegt, wohin es keine Buslinien gibt? Wäre es dann nicht wünschenswert, Ihre Stadt bekäme bessere Busverbindungen oder Ihre Stadt legte den Wertstoffhof an einen Ort, der so gut zu erreichen ist, wie das Rathaus? Ich persönlich muss einm,al alle zehn Jahre zum Rathaus, aber zum Wertstoffhof alle paar Wochen. Mir wäre es lieber der Wertstoffhof läge am Marktplatz und das Rathaus wäre an der Schönaicher Straße 71.
Oder dachten Sie an sperrige Gegenstände, die im Bus schwer zum Wertstoffhof zu bringen sind? Ich persönlich habe hauptsächlich Verpackungsmaterial dorthin zu bringen - sperrige Gegenstände dagegen fast nie. Damit ist der Bus schon nützlich.

Sicher hatten Sie etwas im Hinterkopf, als Sie gefragt, haben, was der Nahverkehr nütze, aber wir Leser Ihrer Frage, kennen Ihre Situation nicht. Wir können nur raten, was Sie mit Ihrer Frage gemeint haben könnten. Wie Sie aus meinem obigen Text sehen, wäre der Bus für meine persönliche Situation schon nützlich. Können Sie den Hintergrund Ihrer Frage, was der Nahverkehr nütze, konkreter ausführen?

Dieser Pressemitteilung entnehme ich, dass der Kreistag im vergangenen Herbst beschlossen hat, die Bürger mehr zu beteiligen:
https://www.lrabb.de/,Lde/start/Aktuelles/neue+digitale+beteiligungsplat...

Die Pressemitteilung ist vom 18. Feb. und diese Beteiligung ist bis zum 24. Feb. möglich, also für 6 Tage. Was für eine zügige und gehaltvolle Umsetzung des Kreistagsbeschlusses: Ein Vierteljahr nach dem Beschluss dürfen wir Bürger uns für 6 ganze Tage beteiligen!
Dass es nach dem Beschluss eine Weile dauert, bis die Verträge geschlossen und die IT-Infrastruktur erstellt ist, sehe ich ein. Ein Vierteljahr ist da schon gut. Aber das die Beteiligung zu einem Thema für nur 6 Tage geöffnet wird, ist im Vergleich zum Einrichtungszeitraum, eine Beleidiung. Es drängt sich der Eindruck auf, der Landkreis erfülle den Kreistagsbeschluss nur formal und sei an einer wirklichen Bürgerbeteiligung nicht interessiert.